Dienstag, 22. Januar 2013
Das Lied von Eis und Feuer
Wenn ich schon dabei bin wieder mal was zu schreiben, kann ich auch gleich 'ne kleine Buchempfehlung raushauen:




"Das Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin ist ein Fantasy Epos und umfasst momentan, glaube ich, 11 (!) Bände. Wie man die alle lesen soll ohne imens viel Geld auszugeben ist mir noch nicht klar. Im englischen sind sie wohl etwas günstiger. Ich leih sie mir jedenfalls gerade zusammen und hab mir erst eins selbst gekauft ;) Jedenfalls spielt die Story im fiktiven Westeros, einem Land in dem die Jahreszeiten mehrer Jahre überdauern. In den ersten Bänden sind fantastische Elemente eher spärlich gesät und die von Martin beschriebene Welt erinnert stark an das Mittelalter. Im Kern der Handlung kämpfen verschiedene Parteien um die Herrschaft über eben dieses Königreich. Besonders attrativ wird die Reihe durch die zahlreichen perspektivischen Wechsel, durch die die Handlung komplex und niemals langweilig erscheint. Dem Leser wird dadurch die Möglichkeit gegeben sich mit jeder einzelnen Partei zu identifizieren und dessen Beweggründe sowie private Sorgen und Nöte zu erfassen. Da der Autor immer wieder neue Figuren zu Wort kommen lässt muss man schon einiges an Lesedisziplien aufbringen um nicht den Überblick zu verlieren, hilfreich ist da die Auflistung der Romanfiguren am Ende des Buches.

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Freitag, 10. Februar 2012
Fabio Volo - Noch ein Tag und eine Nacht


"Jeder von uns begegnet mindestens einmal im Leben einem Menschen, bei dem er sofort Vertrautheit und Nähe empfindet. Der die gleiche Sprache spricht. Der alles einfacher macht."

"Ich glaube, dass die Ehe nur deshalb noch einen so hohen Stellenwert hat, weil sie mit sozialer Anerkennung verbunden ist. "Ich bin verheiratet" heißt so viel wie: "Ich hab's geschafft" aber: "Ich bin Single" das bedeutet, du bist in der Warteschleife hängengeblieben."

Für mich ist ein Buch dann gut, wenn ich ständig nach einem Stiff greifen muss, um besonders gelungene Passagen zu markieren. Dies hier war so eins. Fabio Volo erzählt die Geschichte zweier Menschen, die sich in der Straßenbahn kennen und lieben lernen. Doch niemand kann es über sich bringen den anderen anzusprechen. Erst als sie nach New York zieht und er beschließt ihr hinterherzureisen beginnt sich eine Beziehung zu entwickeln. Laut Kritik der "La Repubblica" entwirft Volo eine Liebesgeschichte, die sich zwischen Bettgeschichte und Für-immer-und-ewig-Geschichte einordnen lässt. Oberflächlich sieht es auch wirklich danach aus. Die Protagonisten beschließen es erstmal neun Tage miteinander zu versuchen und sich dann zu trennen. Doch diese überdimensionale utopische Liebe die der Autor da beschreibt endet letztendlich doch in einem gemeinsamen Kind und einer ziemlich sicheren "Für immer und ewig Geschichte" alles andere hätte ihn wohl auch zu viele Leser(INNEN) gekostet.
Trotzdem eine kreative und berührende Liebesgeschichte.

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Montag, 5. Dezember 2011
Jasmin Ramadan: soul kitchen


Wieder was aus der Abteilung Jugendbuch. Hier musste ich erstmal googeln bis ich wusste was es mit dem Roman auf sich hat. Aber nun weiß ich Bescheid:
2009 erschien der gleichnamige Film, der von dem jungen Griechen Zinos berichtet, der ein kleines hamburger Restaurante namens "soul kitchen" besitzt.
Der Roman von Jasmin Ramadan stellt dabei aber nicht das klassische Buch zum Film da, sondern liefert "die Geschichte vor dem Film" : Wie Zinos im zarten Alter von 18 Jahren von seinen Eltern allein in Hamburg zurück gelassen wird und irgendwie zurecht kommen muss, wie er von Hamburg nach Griechenland, wieder zurück und über mehrere Umwege in der Karibik landet. Enden tut die Geschichte dann dort wo der Film anfängt: Zinos hat sein eigenes Restaurant in Hamburg eröffnet und seine große Liebe Nadine kennengelernt ...
Ich habe es immer nur im Zug gelesen und jedes mal, wenn ich aussteigen musste war ich etwas traurig ... weil ich nicht weiterlesen konnte und weil der liebenswerte Grieche einfach nicht klar kam mit seinem Leben.

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Mittwoch, 30. November 2011
Jane Eagland: "Mein Herz so wild"


Ich habe gerade noch bei amazon geschaut, wie dieses Buch dort bewertet wurde und war ganz schockiert. Also: Die Story dreht sich oberflächlich um ein Mädchen, das in England im 19. Jahrhundert in der Psychatrie landet und mit einem falschen Namen angesprochen wird. Hintergründig dreht sich die Geschichte um Emanzipation, Homosexualitätund die gesellschaftlichen Missstände zu dieser Zeit.
Joa, soweit so gut. Das Buch habe ich mir ausgeliehen, weil mir die Geschichte auf den ersten Blick gut gefiel, aber der Titel ("Mein Herz so wild" - schmalz) hätte mich schon vorwarnen sollen. In diesem Buch wird so ziemlich jedes Geschlechterklischee dieser Welt bedient. Die Ich-Perspektive erscheint plump und einfältig und auch die Rückblenden glänzen durch unkreativen Einsatz. Einzig die drastischen Schilderungen des Psychatriealtages und die herzzerreißenden Leiden des jungen Mädchens reißen das ganze wieder raus.
Naja, also für zwischendurch wohl was, aber kein literarisches Meisterstück.

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Samstag, 26. November 2011
Janne Teller: Nichts - Was im Leben wichtig ist


Ein Jugendbuch, und was für eins.
Zuerst 2000 in Dänemark erschienen und an den Schulen sogar verboten worden, später wurde es dann als Pflichtlektüre eingeführt.
Wovon es handelt? Ein Junge steht mitten um Unterricht auf und verkündet, dass nichts im Leben einen Sinn hat und verlässt den Raum. Danach konfrontiert er seine Mitschüler jeden Tag aufs Neue mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Die Schüler reagieren zunächst wütend, schließen sich dann jedoch zusammen und wollen dem Störenfried beweisen, dass es doch noch Dinge gibt die dem Leben Sinn verleihen. Sie fangen an zu sammeln: Lieblingspuppen, Kleidungsstücke, Musikinstrumente. Doch das Vorhaben eskaliert: Ein Mädchen muss ihre Unschuld opfern, ein Junge seinen Finger. Und der Junge, dem diese Sammlung nicht als Sinnesbeweis genügt, wird von seinen verzweifelten Mitschülern erschlagen.
So brutal die Geschichte nun klingen mag. Sie liest sich trocken und nüchtern und erzeugt gerade dadurch einen sehr beklemmendes Gefühl. Der Leser wird geradzu zum Nachdenken gezwungen. Schön ist das nicht, unterhaltsam auch nicht, es ist anstrengend und ein bisschen beängstigend. Meiner Meinung nach aber ein wirklich gutes Jugendbuch. Das gängige "womit die Jugend sich auseinandersetzen sollte" Klischee des Jugendbuches wird nicht erfüllt. Richtig gute anspruchsvolle Literatur.

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Donnerstag, 24. November 2011
Lyrik und Lyrics - Alexa Henning von Lange


Eine nette Sammlung von Gedichten aber auch modernen Liedtexten über die schönen und weniger schönen Seiten der Liebe.

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