Mittwoch, 30. November 2011
Jane Eagland: "Mein Herz so wild"


Ich habe gerade noch bei amazon geschaut, wie dieses Buch dort bewertet wurde und war ganz schockiert. Also: Die Story dreht sich oberflächlich um ein Mädchen, das in England im 19. Jahrhundert in der Psychatrie landet und mit einem falschen Namen angesprochen wird. Hintergründig dreht sich die Geschichte um Emanzipation, Homosexualitätund die gesellschaftlichen Missstände zu dieser Zeit.
Joa, soweit so gut. Das Buch habe ich mir ausgeliehen, weil mir die Geschichte auf den ersten Blick gut gefiel, aber der Titel ("Mein Herz so wild" - schmalz) hätte mich schon vorwarnen sollen. In diesem Buch wird so ziemlich jedes Geschlechterklischee dieser Welt bedient. Die Ich-Perspektive erscheint plump und einfältig und auch die Rückblenden glänzen durch unkreativen Einsatz. Einzig die drastischen Schilderungen des Psychatriealtages und die herzzerreißenden Leiden des jungen Mädchens reißen das ganze wieder raus.
Naja, also für zwischendurch wohl was, aber kein literarisches Meisterstück.

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