Samstag, 10. Dezember 2011
Platos Kugelmensch-Theorie über die Liebe
Eines Tages wurde es den Göttern am Olymp langweilig und sie beschlossen, ein Ebenbild von ihnen zu schaffen. Dieses sollte sie amüsieren und ihnen Abwechslung in die Ewigkeit bringen.
So formten die Götter also ein Ebenbild von ihnen, mit einer großen Ausnahme: Von all den Eigenschaften die jeder einzelne besaß, nahmen sie nur das Beste: Die Gerechtigkeit der Athene, die Güte von Hera, die Liebe der Aphrodite, die Größe des Zeus, usw.
So schickten sie diese Kugelmenschen, die mit 4 Armen, 4 Beinen, 2 Köpfen, 2 Herzen... ausgestattet waren, den Olymp herab, um auf der Erde, auf Mutter Gaia, Leben zu führen. Doch bald merkten die Götter, daß der Kugelmensch zu perfekt war. Er machte keine Fehler, wie die Götter es bisweilen taten, er stritt auch nie, wie das die Götter des öfteren taten. Davon beängstigt, dass diese Leben die Götter, deren Schöpfer, einst überflügeln würden, selbst diese töten, wie es einst Zeus mit seinem Vater Chronos, und dieser mit seinem Vater Chaos tat, so trafen die Götter wieder
zusammen, um einen Entschluß zu fassen. Der Kugelmensch, das Wesen, welches sie geschaffen hatten, sollte fortan nur noch als Hälfte umherirren und das ganze Leben mit der Suche nach seiner anderen Hälfte verbringen müssen. Und erst, wenn sie ihre andere Hälfte gefunden haben, werden sie so stark wie sie einst waren und können jeder Gefahr und Schwäche standhalten.

So erklärte Plato die Suche nach der einen großen Liebe, bis heute habe ich kein Gleichnis oder Gedicht gefunden, dass die Stärke die uns die Liebe verleiht besser beschreibt. Und ein bisschen romantische Verkleihtheit darf man sich ja wohl erlauben.

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Soloalbum
Als wir uns liebten,
liebten wir uns selbst nicht

Als wir uns den Krieg erklärten,
gaben wir uns schon verloren

Als wir uns trennten,
blieben wir am gleichen Ort

So lagen wir uns bald wieder in den Armen
und nannten es ein Liebesgedicht

Aber kein Liebesgedicht dieser Welt
erklärt uns die Angst vor der Liebe

Und warum der Himmel so blau war,
als wir uns trafen

Und warum er immer noch blau sein wird,
wenn wir sterben werden,

Du für dich,
Ich für mich.

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